VW, Deutsche Bank, Heckler & Koch - Müssen auch Unternehmen bestraft werden?

Um das Thema Unternehmensstrafrecht geht es auf dem Oktober-Treffen des OV Westend-Laim. Florian Kraus, Fachanwalt für Strafrecht und nahezu ausschließlich im Wirtschafts- und Steuerstrafrecht tätig, gibt eine kurze Einführung zu diesem Thema und steht uns an diesem Abend als Experte zur Verfügung.

Das Land NRW hat den Entwurf eines Verbandsstrafgesetzbuchs veröffentlicht, der von der großen Koalition und von uns Grünen uneinheitlich bewertet wird. Bisher können gegen Unternehmen Geldbußen in Millionenhöhe und gegen individuell Verantwortliche wie Geschäftsführer oder Vorstände Kriminalstrafen wie Freiheitsstrafe oder Geldstrafe verhängt werden. Der Entwurf eines Verbandsstrafgesetzbuchs sieht dagegen vor, dass auch gegen Verbände echte Kriminalstrafen verhängt werden können, was bisher im deutschen Recht nicht möglich war. Da nach dem deutschen Strafrecht für die Verhängung einer Kriminalstrafe eine individuelle Schuld gegeben sein muss, wird der Entwurf teilweise kritisch gesehen, weil ein Verband an sich nicht schuldhaft handeln kann. Dass diese Problematik nicht nur die großen Unternehmen treffen kann, zeigen beispielsweise die Skandale um Müller Brot und Sieber Wurst in den vergangenen Jahren in München und Umgebung.

Wir freuen uns auf Euer Kommen und auf einen spannenden Abend (in Zusammenarbeit mit der LAG Demokratie und Recht)!

 

Ort: Gaststätte Bergmannshof, Landsberger Straße 73

Datum und Zeit: Donnerstag, 20. Oktober 2016 um 19.30

 

 

Foto von Florian Kraus
Florian Kraus ist 2. Stellvertretender Vorsitzender des Bezirksausschusses 08 - Schwanthalerhöhe (München)

Sprecher der LAG Demokratie und Recht - Bündnis 90/Die Grünen Bayern

Donnerstag, 13. Dezember 2018
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